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Wanderung durch die Samaria-Schlucht, Europas längster Schlucht

Auf der Südseite der Omaloshochebene, in den weißen Bergen von Kreta, befindet sich an der "hölzernen Treppe" (Xyloskalo) der Eingang zur die hölzerne TreppeSamaria-Schlucht . Der Abstieg beginnt in einer Höhe von 1200 m und endet nach ungefähr 18 km an der Küste des Libyschen Meeres. Die Schlucht wurde zusammen mit den umliegenden Hängen und anderen kleinen Schluchten 1962 zum nationalen Naturschutzpark erklärt (königliches Dekret 781/62). Auf einer Fläche von 4850 Ha. wurden somit die bedeutenden und einzigartigen Merkmale unter Schutz gestellt, aus denen sich das eindrucksvolle Bild dieser Gegend zusammensetzt. Wasser und Felsen bilden die Charakteristika des Naturschutzparks. Das Wasser präsentiert sich mit seinen Wasserfällen und den 22 Quellen, die vielen Höhlen, die Felsen mit ihrer starken Faltung und die hohen Gipfel (Melindaos 2134 m, Volakias 2117 m, Gingilos 1864 m) runden das Bild der Landschaft ab.
Der Abstieg zur Schlucht beginnt als Bergwanderung a´la "Oberbayern". Die ersten Eindrücke erinnerten mich an einen lange zurückliegenden Schwarzwaldurlaub. Der Ausblick auf die umliegenden Berge und das tiefliegende Tal erwiest sich allerdings als wesentlich dramatischer. Die steile Naturtreppe führt zwischen Pinien und Bergzypressen in das Tal hinab, mit guten Schuhen und ein wenig Ausdauer kein Problem. Probleme gibt es wenn überhaupt erst am nächsten Tag, das Samaria-Syndrom bereitet einem dann erhebliche Schwierigkeiten beim Hinabsteigen von Treppenstufen.
Unten im Tal angekommen folgt der Weg der Wasserleitung. In regelmäßigen Abständen gibt es köstliches, erfrischendes Trinkwasser. Hier findet man auch die kleine Kirche des Agios Nikolaos mit einem Rastplatz. Der Weg geht nun immer so weiter durch die grüne Landschaft bis zum alten, verlassenen Dorf Samaria, eine kleine Holzfällersiedlung, die seit 1965 unbewohnt ist. Hier am Ende des ersten Wegdrittels finden wir einen großen Rastplatz mit schattigen Plätzen zum ausruhen. Kurz hinter Samaria erreicht man die byzantinische Kirche der heiligen Maria der Ägypterin aus dem Jahre 1379. Sie gab dem Dorf sowie der ganzen Schlucht den Namen. Auf einer Darstellung wir die Heilige mit dem Hl. Josimas bei der Kommunion gezeigt.
Bis hier hat man immer noch nicht den Eindruck durch eine Schlucht zu wandern, alles ist wunderschön grün und weiträumig. Langsam laufen die steilen Felswände im weitern Verlauf der Wanderung zusammen und die Vegetation wird spärlicher, bis man dann endlich den letzten und wohl imposantesten Teil der Schlucht erreicht, die Pforten, bzw. Eisenpforten (sideroportes), die zwei schmalsten Stellen der Schlucht. Die eine Stelle hat einen Abstand von nur 3,50 m und eine Höhe von 600 m.
Der Rest der Strecke nach Agia Roumeli ist relativ langweilig. Es geht nun durch eine schattenlose Ebene bis man das endlich das Meer erreicht.
In Agia Roumeli wird man von zahlreichen Tavernen erwartet, hier kann man dann sein wohlverdientes Bier und eine Kleinigkeit zu essen zu sich nehmen. Es ist jetzt eine besondere Wohltat sich die Schuhe auszuziehen.
Um 18.00 Uhr verlassen die Boote den Ort in Richtung Paleochora, bzw. nach Chora Sfakion. An dieser Stelle möchte ich noch mal auf Paleochora hinweisen, dieser Ort eignet sich in idealer Weise als Ausgangspunkt für eine Samariawanderung.

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