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Flora und Fauna der Samaria-Schlucht

Die Pflanzen- und Tierwelt ist ebenso einzigartig und vielfältig wie die Landschaft. Viele der hier lebenden Arten sind endemisch. Das heißt, es gibt sie sonst nirgendwo auf der Welt. Der Grund dafür ist, dass die Insel vor vielen Jahrmillionen vom übrigen Griechenland abgeschnitten wurde. Aber auch die Gegend selbst hat wegen der hohen Berge nur wenig Verbindung mit dem Ostteil der Insel. Aufgrund dieser besonderen Bedingungen konnten hier viele Pflanzen und Tiere Zuflucht und Schutz finden, während sie anderswo ausstarben.
im Tal angekommenIm Samaria-Naturschutzpark gibt es mehr als 1450 Pflanzenarten. 70 davon sind endemische Arten und Unterarten von Kreta, so wie der kretische Bergtee Diktamos, der an den Steilhängen der Schlucht gedeiht (0reganum dictamnus), die Kretische Wollblume (Ebenus cretica), die Zelkova abelicea und die Kretische Brutiahkiefer (Pinus brutia cretica). Das Hasenohr (Bupleurum kakiskalae) und eine Vergissmeinnichtart (Myosotis refracta refracta) sind ein Teil der Pflanzen, die es nur in der Schlucht gibt. Die Esparsette (Onobrychis sphaciotica), eine Strohblumenart (Helichrysum heldreichii) und
das Cephalanthera cuculata gehören zu den sehr seltenen Arten und sind vom Aussterben bedroht. In den Seitentälern blühen auch seltene Orchideenarten.
Der reiche Baumbestand der Schlucht besteht aus prächtigen Zypressen, Pinien, Platanen, Kiefern, Kerneseichen und dem kretischen Ahorn an den Hängen der Schlucht. Die Minoer verbauten die Zypressen für ihre Palastsäulen, außerdem wurde in der Antike ein großer Teil auch zum griechischen Festland exportiert. Auch die Venezianer bedienten sich reichlich an dem üppigen Baumbestand. Das Abholzen ist seit der Ernennung der Samaria-Schlucht zum Naturpark verboten.
Es gibt 51 Vogelarten in den Weißen Bergen, von denen allein 28 in der Schlucht nisten. Dazu leben hier 12 Arten von Säugetieren auf freier Wildbahn. Auch von den Tieren der Gegend sind viele Arten und Unterarten nur auf Kreta heimisch. Am bekanntesten ist wohl der Kretische Steinbock oder Agrimi (Capra aegagrus cretica), der seit alters her besungen und in verschiedenen Formen der Kunst dargestellt wird. Sie sind vom Aussterben bedroht und stehen unter strengem Naturschutz. Nach Schätzungen sollen noch ca. 300 in und 700 außerhalb der Schlucht leben. Da sie nachts weiden und sich tagsüber meist in den Seitentälern verstecken, bekommt man sie auf freier Wildbahn nur selten zu Gesicht. Jedoch zeigen sie sich manchmal nachmittags, wenn es in der Schlucht ruhig geworden ist. Sie haben ein rehbraunes Fell und kurze Haare, nur die männlichen Tiere tragen ein großes Gehörn. Im Stadtpark von Chania sind einige in Käfigen untergebracht. Weiterhin leben in der Schlucht der Kretadachs (Meles melesarcalus), der Kretische Steinmarder (Martes foina bunites), die Kretastachelmaus (Acomys minous), das Kretische Mauswiesel (Mustela nivalis galinthias), und je eine endemische Unterart der Eidechse, der Mauereidechse, des Frosches, u.a. Man kann seltenste Vogelarten beobachten, die in Europa vom Aussterben bedroht sind, wie zum Beispiel den Gänsegeier (Gyps fulvus) und den Bartgeier (Gypaetus barbatus). Es gibt wahrscheinlich auch Habichtsadler (Hieraaetus fasciatus) und Goldadler (Aquila chrysaetos). 
Reich ist die Vielfalt der Regionen, wo sich die verschiedenen Formen des Wildlebens fortpflanzen und entwickeln. Jede hat ihre Eigenarten,
was Geomorphologie, Klima, Boden, Pflanzen und Tiere betrifft. Die
Bergweiden, die Höhlen, die Ahorn-, Befer- und Zypressenwälder, die Steil- und Felshänge, die Schlehenbüsche und Gehölze, die Bäche und ihre Ufer, und die Plätze mit Johannesbrotbäumen, Pistazien und Oleander. Ihre Vielfalt und Abwechslung ist unbeschreiblich. Es gibt auch Biotopen, wo der Einfluss des Menschen vorherrscht, so wie das Dorf Samaria und das Gelände um den zentralen Pfad.

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